Fassadensanierung nach Setzungen an Gebäude aus dem 18. Jh. in Wien

    ORT: Wien, Österreich
    JAHR: 2005

    DAS PROBLEM

    Fassadenrisse nach unterschiedlichen Bodenabsetzungen

    DIE LÖSUNG

    Verdichtung des Fundamentuntergrunds mit URETEK Deep Injections®

    Bei einem Gebäude aus dem 18. Jh. im Zentrum von Wien war eine Fassadensanierung in Planung.

    Ausgangslage: Unterschiedliche Bodenabsetzungen

    Eine tolle Herausforderung im Zentrum von Wien im Jahr 2005: Die Fassadensanierung eines Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert. Eine solche Fragestellung heißt für URETEK eine Verstärkung des Untergrundes. Der erwünschte Soll-Druck des Bodens musste – verglichen mit dem Ist-Druck – erhöht werden. Dieses Unterfangen wurde mit dem URETEK Deep Injections® System realisiert.

    Lösung: Verdichtung des Untergrundes für Fassadensanierung

    Das Verfahren besteht darin, dass das Fundament mittels Einspritzen von URETEK Expansionsharz verfestigt wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders für historische Gebäude, da damit direkt ins Fundament eingegriffen werden kann, ohne die übrige Bausubstanz in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Das Harz wird – während es sich bereits in der Ausdehnungsphase befindet – durch Löcher <3 cm, in flüssiger Form eingespritzt. In kurzer Zeit steigert das expansive Kunstharz das Volumen um das 10- bis 15-fache und entwickelt einen Ausdehnungsdruck von bis zu 10 000 kPa, wobei sich der Druck dem vor Ort angetroffenen Wiederstand anpasst.

    Die Ausdehnung des Harzes erfolgt so lange, bis der behandelte Untergrund übersättigt ist, das überflüssige Harz nach oben austritt und das fragliche Gebäude nach oben zu drücken beginnt.

    Damit kein Schaden entsteht, wird die Einspritzung mittels Lasersonden kontrolliert. Das Verfahren wird sofort gestoppt, sobald eine Gebäudehebung registriert wird. Im Falle des Wiener Gebäudes wurden bandförmige Fundamente vorgefunden. Diese wiesen eine Breite zwischen 0,60 und 0,95 m und eine Tiefe zwischen 1,30 und 1,50 m auf. Der Untergrund bestand aus Sand- über Schotterschichten. Die Behandlung umfasste ca. 259 m Fundament wobei insgesamt 10.176 kg Harz eingespritzt wurden. Je nach Bodenbeschaffenheit resp. Schottertiefe erfolgten die Injektionen in 3, 4 oder 5 Tiefen: 0,10; 1,10; 2,10; 3,10 und 4,10 m FUK. Dabei wurde eine Hebungstoleranz von <1,0 mm eingehalten.

    In der Gesamtbetrachtung wies das Gebäude verschiedene Risse auf einer Fassadenseite auf. Das beweist, dass die Bodenabsetzung nicht flächendeckend gleich war. Das Harz wurde deshalb nicht gleichmäßig eingespritzt sondern je nach Bodenbeschaffenheit, mit dem Ziel die Druckunterschiede im ganzen Fundament auszugleichen.

    IMPRESSIONEN